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31.03.2010 | 18:52
Mühle in neuem Holzkleid
Dachdeckerfirma Kirsch übernahm außergewöhnlichen Auftrag in Kischlitz



KÖNIGSHOFEN (-kv-). In wenigen Tagen präsentiert sie sich in voller Pracht – die Windmühle in Kischlitz (anno 1852), denn dann ist das Gerüst abgebaut und der neue „Mantel“ aus Lärchenholzschindeln kann endlich voll zur Geltung kommen. Und die Mühlenbewohner werden sich garantiert wohl fühlen in ihrer „neuen Haut“.

Dank der Arbeit des Königshofener Dachdeckermeisters Andreas Kirsch und seiner Fachmännern Heiko Krumbholz und Jörg Mohring, die sie allerdings vor eine echte Herausforderung stellte. Denn die Besitzer hatten sich für einen besonderen Schutz gegen die die Sandsteinmauern durchdringende Nässe entschieden: ein Schindelkleid. Herausforderung in zweifacher Hinsicht: einmal die runde Bauform des elf Meter hohen Turmes, der sich nach oben verjüngt und die Verarbeitung der Holzschindeln, was die Fachleute zum ersten Mal in Angriff nahmen. Dafür machte Andreas Kirsch extra einen der letzten Holzschindler im Erzgebirge ausfindig und ließ sich von ihm sein Wissen und seine Erfahrungen weitergeben. Außerdem schickte er Mitarbeiter Heiko Krumbholz in Sachen Verarbeitungstechnologie auf Schulung.

So gerüstet, packten sie das Projekt an, das sie rund fünf Monate beschäftigte – dem langen, harten Winter geschuldet. Begonnen hatte die Königshofener Dachdeckerfirma im November mit der Inspektion der Mühle – musste dann kurze Zeit später bereits eine zweimonatige „Zwangspause“ einlegen. Danach folgte zuerst der komplizierte und zeitaufwändigste Teil: der Unterbau.

Auf einer 300 qm großen Mauerfläche befestigten die Männer 800 Gewindestangen, an denen das Skelett aus Dachlatten angebracht wurde. Diese nahmen zuvor erst einmal ein längeres Bad im Teich – um geschmeidig und biegsam zu werden und sich der konischen Form anzupassen – ohne zu brechen. Dabei mussten zwei Türen und 14 Fenster ausgespart werden. Dann die „Fleißarbeit“ – nämlich tausende Schindeln darauf anzubringen. Jede 40 cm lang, aber unterschiedlich breit. Rund
33.000 Nägel wurden verbraucht. Zum Glück gibt es heutzutage Druckluftnagler, ansonsten würden sie wohl heute noch den Hammer schwingen. Die Entscheidung für Lärchenholz viel wegen dessen guten Eigenschaften, die hervorragend für diesen Einsatz sind. Das Holz ist fest und muss nicht behandelt werden – dank seiner Harze, die sozusagen durch Oxidation an der Luft eine eigene Imprägnierschicht bilden. Diese Art „Patina“ sorgt für einen Farbwechsel von Gelb zu Silbergrau.
Damit dürften die Besitzer für etwa 70 Jahre „Ruhe“ haben – denn so lange hält das Holz.

Quelle: Allgemeiner Anzeiger „Holzlandbote“ – Sonderbeilage Baujournal 31. März 2010



Autor: HD

Ergänzende Links:
www.allgemeiner-anzeiger.de
www.dach-kirsch.de/uploads/media/aa_sonder_20100331.pdf


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