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10.02.2010 | 21:12
Ein Mantel für die Mühle
Königshofener Dachdeckerbetrieb Kirsch hüllt Bauwerk mit Lärchenschindeln
ein




Die Kischlitzer Mühle erhält derzeit einen Mantel aus Lärchenholz-Schindeln. So wollen es die privaten Eigentümer des Bauwerkes, das seit 1852 die Kischlitzer Höhe ziert und von allen Himmelsrichtungen gut zu sehen ist.

Die Dachdecker-Firma Andreas Kirsch aus Königshofen erhielt für die Arbeiten den Auftrag. "Die Besitzer klagten darüber, dass die Wände des aus Bruchsandstein gebauten Turmholländers bei lang anhaltendem Regen Wasser durch ließen und es im Inneren feucht wurde", berichtet Andreas Kirsch, der Meister. "Durch die Ummantelung wird das Regenwasser abgehalten. Für mich und mein Team bedeutete der Auftrag eine Herausforderung und die Chance, etwas Neues auszuprobieren."

Für den Mantel wurden Holzschindeln aus Lärchenholz bevorzugt. Insgesamt wird eine Fläche von 300 Quadratmetern verkleidet. Zuvor wurden über 800 Edelstahlgewindestangen eingeklebt, mit denen das Holzskelett - bestehend aus Dachlatten - am konischen Mühlenkörper mit 32 Meter Umfang und elf Meter Höhe befestigt werden konnte.

Die Dachlatten lagen davor zwei Tage im Wasser eines Teiches. Das machte sie
geschmeidig und biegsam. Sie lassen sich so besser bearbeiten und der konischen Form anpassen.

Die Schindeln sind gespalten. Unten sind sie 1,5 Zentimeter stark und verlaufen nach oben hin auf fünf Millimeter zusammen. Die Breite ist unterschiedlich und beträgt zwischen acht und 16 Zentimeter. Allein die Länge ist mit 40 Zentimeter gleich groß. Mit Druckluftnaglern werden die Schindeln Stück für Stück auf das Lattenskelett genagelt.

Das Holz wurde eigens von einem Produzenten aus Salzburg (Österreich)
herangeschafft. Andreas Kirsch besuchte in Vorbereitung der Arbeiten einen pensionierten Holzschindler im Thüringer Wald. "Von dem erfahrenen Fachmann habe ich wertvolle Tipps zur Verarbeitung der Schindeln bekommen. Zudem habe ich einen meiner Mitarbeiter, Heiko Krumbholz, zu einem Lehrgang in die Dachdecker-Fachschule nach Lehesten bei Saalfeld geschickt, damit er sich dort die nötigen Kenntnisse im Verarbeitungsablauf aneignen kann", erklärt Andreas Kirsch. In den ersten Monaten bleibt die natürliche Farbe des Lärchenholzes erhalten. Bedingt durch Sonne und Witterung, verfärben sich die Schindeln später in einen silbergrauen Farbton, der dann weithin sichtbar im Sonnenlicht leuchten wird. Kirsch ist sich sicher, dass die Fassade mindestens 70 Jahre hält.

Quelle: 10.02.2010, Dieter Urban (OTZ)

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